|
News |
|
(August 2001) Verkehrskadetten im Ausbildungslager
|
|
|
|
Am Mittwochnachmittag fand ein Festappell mit allen Lagerteilnehmern statt. Zu diesem konnte der Leiter der Verkehrskadetten und 1. Vorsitzende der Kreisverkehrwacht Lichtenfels, Alfons Hrubesch, den Hauptkommissar a.D. aus Lichtenfels, Walter Stangl, seinen Nachfolger als Leiter der Polizeiinspektion in Lichtenfels Willibert Lankes, den Leiter der Polizeidirektion Coburg, Polizeidirektor Siegfried Mühldorfer, den Leiter der Zulassungsstelle im Landratsamt Lichtenfels, Alexander Pfaff, den Leiter der Polizeidirektion Plauen, den Polizeidirektor Johannes Heinich, und den Polizeihauptkommissar Arnfried Schröpler von der Inspektion Präventation/Öffentlichkeitsarbeit begrüßen. Hrubesch sprach über die Pflege der Kameradschaft und das Ehrenamt als Verkehrskadett.
Gegenstand dieser Ausbildungswoche im Vogtlandkreis war für die Jugendlichen aus Oberfranken die Schulung und Prüfung der Anwärter sowie die Fortbildung der "alten Hasen". Es wurde aber nicht nur für diese Tätigkeit im Ehrenamt gebüffelt, sondern Sport, Spiel oder ganz einfach Ferien machen, stand auch auf dem Dienstplan.
In einem Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger berichtete der Hauptgruppenleiter der Verkehrskadetten Lichtenfels, Kevin Tischer, über den Ablauf der einen Lagerwoche: "Anreise, Zeltaufbau und Herrichten des Lagerplatzes waren das Erste, am Wochenende erfolgte die Ausbildung in Theorie (StVO) und Praxis (Zeichengebung) für die Anwärter.
Später war die zweiteilige Anwärterprüfung. Alle haben bestanden und wurden zu Verkehrskadetten, so richtig mit Urkunde und Schulterstücken, befördert. Für den Rest der Woche steht Freizeit, Sport und spiel auf dem Plan. Am Donnerstag gab es ein Fußballspiel gegen die Langenbacher Jugendlichen."
Beim Festessen im Gasthof "Zum Schwan" bei Wirtin Ingrid Prager erläuterte Alfons Hrubesch auch für die Gäste der Plauener Polizeidirektion, wie es zur Bildung der Lichtenfelser Verkehrskadetten kam: "Erste Erfahrungen damit sammelte ich in den siebziger Jahren in der Schweiz, wo Verkehrskadetten den Weg zur Schule ihrer Mitschüler an vielbefahrenen Straßen absicherten. In Deutschland gab es solche Verkehrshelfer in Trägerschaft der Verkehrswacht zuerst in Düsseldorf. 1986 haben wir mit 16 Kadetten in Lichtenfels angefangen.
Deren Arbeit ist eine wunderbare Sache, denn die Einsätze der Polizei häufen sich, und so wirken die Jugendlichen unterstützend. 1991 wurde auch die rechtliche Grundlage für die Verkehrskadetten mit dem Paragraph 42 der Straßenverkehrsordnung, dem Verkehrszeichen 356, geschaffen.
Wir wollen diese Idee auch nach Sachsen tragen, deshalb haben wir die Verkehrswacht und Polizeidirektion hierher eingeladen. Unterstützung von Kommunen, Landratsamt und Polizei sind wichtig.
In der Regel arbeiten die jungen Leute unter Anleitung der Gruppenleiter sehr selbstständig. So haben sie eine Aufgabe und werden außerdem rechtzeitig in ein Ehrenamt eingeführt. Wir würden die Patenschaft für Werbung und Ausbildung hier im Vogtland übernehmen."
Johannes Heinich, der Polizeidirektor in Plauen, sagte
dazu: "Dies ist eine, nicht nur für die Jugendliche
interessante Geschichte. Worüber wir diskutieren
müssen, ist die Leitung. Aber auch die Schule muss
mitziehen, die Noten der Schüler müssen stimmen,
und die sollten einen gewissen Intellekt mitbringen.
Arnfried Schröpler sieht mit den Verkehrskadetten eine
Möglichkeit, das Verkehrsverhalten der Jugendlichen zu
beeinflussen. Denn gerade das Unfallgeschehen in dieser
Altersklasse (16 bis 25 Jahre) ist ein Problem. Wenn wir
dieses Projekt im Vogtlandkreis angehen, holen wir mit den
Schullehrern, der Kreisverkehrswacht und dem
Regionalschulamt weitere wichtige Mitstreiter an den Tisch."
.
m